Kartoffel-FAQ: Die 10 wichtigsten Fragen einfach erklärt
Der Unterschied zwischen festkochenden und mehligkochenden Kartoffeln liegt im Stärkegehalt.
Festkochende Kartoffeln
• Wenig Stärke
• Hoher Wasseranteil
• Bleiben schnittfest
Vorwiegend festkochende Kartoffeln
• Mittlerer Stärkegehalt
• Vielseitig verwendbar
Mehligkochende Kartoffeln
• Hoher Stärkeanteil
• Locker und trocken
• Zerfallen leicht
Faustregel: Je höher der Stärkegehalt, desto weicher wird die Kartoffel nach dem Kochen.
Nicht jede Kartoffelsorte passt zu jedem Gericht. Die richtige Wahl entscheidet über Konsistenz und Geschmack.
Festkochende Kartoffeln – ideal für:
• Kartoffelsalat
• Bratkartoffeln
• Gratins
• Pellkartoffeln
Vorwiegend festkochende – der Allrounder für:
• Pommes frites
• Ofenkartoffeln
• Rösti
• Salzkartoffeln
Mehligkochende – perfekt für:
• Kartoffelpüree
• Klöße & Knödel
• Suppen & Eintöpfe
Für Agrarfrost Kartoffelprodukte werden die Kartoffelsorten gezielt nach Form, Stärkegehalt und Verarbeitungseigenschaften ausgewählt – für optimale Knusprigkeit und Qualität.
Kartoffeln liefern verschiedene wertvolle Nährstoffe und können Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.
Sie enthalten unter anderem:
• Vitamin C
• Kalium
• Ballaststoffe
• Pflanzliches Eiweiß
• Sie sind von Natur aus fettarm
Eine Portion von ca. 300 g (3-4 gekochte Kartoffeln) liefert durchschnittlich:
• rund 25 % des täglichen Eiweißbedarfs
• einen bedeutenden Anteil an Eisen und B-Vitaminen
• etwa 50 % des Tagesbedarfs an Vitamin C
Die richtige Lagerung verlängert Frische und Geschmack deutlich.
So lagern Sie Kartoffeln richtig:
• Kühl (ideal: 4–8 °C)
• Dunkel
• Trocken
• Gut belüftet (Kisten, Säcke, Kartons)
Das sollte vermieden werden:
• Licht → fördert grüne Stellen
• Kühlschrank → Stärke wandelt sich in Zucker
• Plastiktüten → Schimmelgefahr
Tipp: Kartoffeln getrennt von Äpfeln lagern, da deren Reifegas die Alterung beschleunigt. Faulende Knollen sollten sofort aussortiert werden.
Grüne Stellen entstehen durch Lichteinwirkung während Lagerung oder Verkauf. Dabei bilden sich:
• Chlorophyll → verursacht die grüne Farbe
• Solanin → natürlicher Bitterstoff
Wichtige Hinweise:
• Grüne Stellen großzügig entfernen
• Stark grüne Kartoffeln entsorgen
• Immer dunkel lagern
Ja. Auch wenn Kartoffeln mit Schale gekocht werden, sollten sie gründlich gewaschen werden. Rückstände von Keimhemmungsmitteln befinden sich ausschließlich auf der Oberfläche und werden so entfernt.
Kartoffeln sollten möglichst mit Schale gekocht werden. So bleiben mehr Nährstoffe erhalten. Alternativ sind Dämpfen oder Garen in wenig Wasser besonders schonend.
Geschälte Kartoffeln sollten nicht längere Zeit im Wasser liegen, da wasserlösliche Vitamine – insbesondere Vitamin C – verloren gehen können. Am besten frisch schälen und direkt verarbeiten.
Glasige Kartoffeln wirken innen durchscheinend und wässrig. Ursache ist meist ein geringer Stärkegehalt. Sie sind schlechter lagerfähig und bleiben beim Kochen oft hart.
Schorf zeigt sich als korkartige Veränderung auf der Schale. Er betrifft nur die äußere Oberfläche und hat keinen Einfluss auf Geschmack oder Qualität.
